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Beim Wandern fliegt der Geist

von Redaktion Millefolia

Von Katrin Brunner

Früher oft die einzige Möglichkeit um von A nach B zu kommen, entdecken immer mehr auch «moderne» Menschen jeden Alters das Wandern für sich. Dabei ist dieses rhythmische einen Schritt vor den anderen setzen viel mehr als sich nur fortbewegen.

Immer schön einen Schritt vor den anderen setzen. Gleichmässig und in Ruhe. Der Atem geht etwas schneller, aber regelmässig. Die Gedanken, zuerst noch damit beschäftigt, die Distanz und die damit verbundene Zeit zu schätzen, die Unsicherheit, ob wir uns vielleicht nicht doch übernehmen, diese Gedankengänge verwischen irgendwann zu einer imaginären Wolke, die der Bergwind fortträgt. Zurück bleibt unser Körper, dessen Funktionen auf das Wesentliche fokussiert sind. Laufen! Gehen!

Wandern als liebstes Hobby

Wandern kann wohl zu Recht als eines der liebsten Hobbys des Mitteleuropäers bezeichnet werden. In einer Zeit, in welcher wir immer weniger Zeit zu haben meinen, aber wir auch durch optimierte Arbeitsabläufe immer mehr Zeit gewinnen, besinnt sich der Mensch von heute wieder hin zum Langsamverkehr.

Mit dem «Flow», der gleichmässigen Bewegung kommt Ruhe in den Körper und die Gedanken.

Zahlreiche neue, aber auch alte, Routen kreuz und quer durch Europa beweisen, dass Wandern immer schon praktiziert wird und wurde. Einer der bekanntesten Wanderwege ist der Camino Francés, dieser Teil des Jakobswegs, der vom französischen Saint Jean Pied de Port nach Santiago de Compostela führt. Aber eigentlich kann die Reise, die immer auch der Weg in uns selbst ist, direkt bei uns vor oder hinter dem eigenen Haus beginnen. In der Schweiz sind das jährlich rund drei Millionen Menschen, die regelmässig wandern. Drei Millionen können nicht irren. Was treibt sie an? Was ist der Reiz?

Sich Zeit lassen beim Wandern für die Schönheiten am Wegesrand

«Ok, das frühe Aufstehen am Morgen, meist an einem Wochenende ist manchmal hart. Trotzdem lohnt sich der Aufwand. Ich ziehe meine Wanderschuhe vor Ort an und los geht’s. Ehrlich, die ersten zwanzig Minuten werden immer noch beherrscht vom Gedanken, wieso tue ich mir das an. Zuhause würde ich jetzt gemütlich frühstücken. Aber mit dem «Flow», der gleichmässigen Bewegung kommt Ruhe in den Körper und die Gedanken. Dieses Erlebnis ist unvergleichlich. Oft kommen mir Lösungen zu Problemen, während ich unterwegs bin». So beschreibt es Katrin Brunner, die regelmässig auf den weiss-rot-weissen Wegen unterwegs ist.

Wandern als Antidepressiva

Regelmässiges Wandern regt das Gehirn an. Eine Tour im unwegsamen Gelände braucht unsere Aufmerksamkeit und damit verbunden unsere Konzentration. Das heisst unsere Gehirntätigkeit wird angeregt. Ausserdem setzt die erhöhte Sauerstoffzufuhr Energien frei. Forschungen an der Universität Pittsburgh ergaben, dass Versuchspersonen, die direkt nach einer Wanderung bei einem Konzentrationstest deutlich besser abschnitten, als diejenigen, die in der gleichen Zeit das «Laissez-faire» pflegten.

Die Wandergruppen stellten fest, dass sie weniger Zeit zum Grübeln hatten und mehr Selbstvertrauen gewannen.

«Es geht bergauf» oder «wir sind über dem Berg». Beides positive Redewendungen, die nicht von ungefähr kommen und die Sie sicher kennen und vielleicht auch schon benutzt haben.
Die Studie «Übern Berg» des Uniklinikum Salzburg ging der Frage nach, wie wandern unsere Psyche beeinflusst. Konkret ging es um die Behandlung von depressionskranken Menschen. Dazu wurden die Studienteilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Gruppe neun Wochen lang wandernd unterwegs war, blieb der Alltag der zweiten Gruppe unverändert. Nach dieser Zeit wurden die Gruppen gewechselt. Die jeweilige Wandergruppe berichtete von der positiven Wirkung einer neuen Tagesstruktur und der täglichen Routine. Sie stellten fest, dass sie weniger Zeit zum Grübeln hatten und mehr Selbstvertrauen gewannen. Dies ist umso überraschender, als die Teilnehmer teilweise zugaben, eigentlich keine Berge zu mögen.

So hat also das Bauchgefühl von Wanderin Katrin Brunner, und mit ihr dasjenige der rund drei Millionen anderer Schweizer jeden Alters, auch die entsprechende Studie bestätigt, die besagt, Wandern stärkt Körper UND Geist.

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