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Bluthochdruck mit Komplementärmedizin vorbeugen

von Redaktion Millefolia

Von Tanya Karrer

Schätzungsweise anderthalb Millionen Menschen in der Schweiz haben einen zu hohen Blutdruck. Er erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Zum Glück lässt sich dem Bluthochdruck vorbeugen, auch mit Mitteln der Komplementärmedizin.

Bluthochdruck ist häufig. Übergewicht, Tabak-, Salz- und Alkoholkonsum sowie Stress sind seine Haupttreiber. Hypertonie erhöht wiederum das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Aber: Dem Bluthochdruck und seinen Folgeerkrankungen kann vorgebeugt werden. Die Palette an verträglichen, nebenwirkungsarmen Behandlungen zur Bluthochdruckprävention ist breit, auch dank der Komplementärmedizin.

Die Palette an verträglichen, nebenwirkungsarmen Behandlungen zur Bluthochdruckprävention ist breit.

Wessen Blut leicht in Wallung gerät, kann zum Beispiel mit stressreduzierenden Anwendungen wieder zur Ruhe kommen. Entspannungsmethoden wie Tai-Chi, Progressive Muskelrelaxation oder Biofeedback entkrampfen die Muskeln und damit – so vermuten Forschende – auch die Blutgefässe. Verschiedene Studien bestätigen denn auch einen positiven Effekt von Entspannungsmethoden auf den Blutdruck.

Kakao, Knoblauch und Kalzium

Knoblauch kann den Blutdruck senken.

Neben Stress ist Übergewicht einer der Hauptverursacher von Hypertension. Bewegung und ausgewogene Ernährung sind aber oft leichter gesagt als getan. Wer sich bereits mit Diäten versucht hat, weiss, wie schwierig es ist, diese durchzuhalten. Die Natur stellt jedoch ein paar Geheimwaffen zur Bekämpfung des Bluthochdrucks bereit. Kakao zum Beispiel.

Kakao wirkt gefässerweiternd und blutdruckstabilisierend.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die tropische Bohne gefässerweiternd und blutdruckstabilisierend wirkt. Als Vollmilchschokolade mit viel Zucker genossen, dürfte sich der positive Effekt allerdings in Grenzen halten. Ähnliches wie der Kakao leistet der Knoblauch, der schon seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt ist. Zur Wirkungsweise und vor allem zu ungewollten Nebenwirkungen der scharfen Zwiebel ist hingegen noch Forschung hängig. Sehr gut erforscht im Hinblick auf den Bluthochdruck ist das Mineral Kalzium. Seine Einnahme verringert nachweislich den Blutdruck, zudem ist es gut verträglich. Wie so oft liegt die Kunst beziehungsweise die Wirksamkeit in der richtigen Dosierung. Sie sollte deshalb von erfahrenen Therapeuten oder Ärztinnen vorgenommen werden.

TCM: Ursache für Bluthochdruck erkennen

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine jahrtausendealte Heilkunst, die sich auch bei uns grosser Beliebtheit erfreut. Zur Behandlung und Prävention der Hypertension kennt sie verschiedene Ansätze. Bevor diese aber überhaupt zur Anwendung kommen, ergründen TCM-Ärzte die tieferliegende Ursache. Die daran anschliessende Therapie ist individuell auf den Patienten ausgerichtet. Besonders bekannt ist die Akupunktur. Ihre blutdrucksenkende Wirkung wurde bereits in einer Vielzahl von Studien untersucht.

Die blutdrucksenkende Wirkung der Akupunktur wurde bereits in einer Vielzahl von Studien untersucht.

Werden die Nadeln an den richtigen Stellen der Körpermeridiane platziert, hat Akupunktur eine beruhigende und stabilisierende Wirkung auf den Blutdruck. Ob sie auch über längere Zeit anhält, muss noch erforscht werden. Chinesische Heilpflanzen erweitern das Spektrum der TCM. Sie sind teilweise ähnlich wirksam wie westliche Blutdrucksenker, können aber auch entsprechende Nebenwirkungen haben. 

Mit allen Mitteln gegen Hypertonie

Auch die Homöopathie kennt Mittel zur Prävention des Bluthochdrucks. Wie die TCM behandelt sie nicht nur das Symptom, sondern erfasst die gesamte Konstitution der Patienten. Die Arzneien der Homöopathie wirken deshalb stärkend und beugen so der Hypertonie vor. Ein indisches, auf Homöopathie spezialisiertes Spital konnte in einer Untersuchung positive Effekte der homöopathischen Behandlung auf den Blutdruck ausmachen. Eine gewisse Voreingenommenheit der Forschenden kann allerdings nicht ausgeschlossen werden. Da weitere Forschungsarbeiten zum Thema fehlen, sollte man sich vor allem erfahrenen Ärzten oder Therapeutinnen anvertrauen.

Auch wenn sich Wissenschaft und Praxis in Sachen Wirksamkeit nicht immer einig sind, in einem decken sich ihre Meinungen: Bluthochdruck muss behandelt und rechtzeitig vorgebeugt werden, mit allen zur Verfügung stehenden therapeutischen Möglichkeiten. Der Gesundheit zuliebe.

Der Evidenz auf der Spur

Für diesen Artikel wurde nach Präventionsmöglichkeiten mit Evidenz gesucht. Evidenz wird mittels wissenschaftlicher Verfahren bestimmt und gibt Auskunft über die Wirksamkeit und Sicherheit von medizinischen Anwendungen. Meist wird sie mit Meta-Analysen oder systematischen Übersichtsarbeiten, das sind sozusagen Studien über Studien, ermittelt. Da im Bereich der Komplementärmedizin verhältnismässig wenige Forschungsarbeiten vorliegen, kann die Evidenz oft nur ungenügend eingeschätzt werden.

Evidenzpyramide

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder: Pixabay, pixnio, Tanya Karrer


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