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Corona-Virus: Apothekerin empfiehlt das Immunsystem zu stärken

von Redaktion Millefolia

Von Peter Wäch

Beim Corona-Virus handelt es sich um einen hochansteckenden Erreger. Obschon es noch keine Gegenmassnahmen in Form von einem Medikament oder einer Impfung gibt, kann die Komplementärmedizin vorbeugen und die Abwehr stärken. Das sagt Petra Gerdesmeyer, Apothekerin und Geschäftsführerin der Bollwerk Apotheke in Bern.

„Einen solchen Ernstfall hatten wir noch nie“, stellt Apothekerin Petra Gerdesmeyer fest, die in Bern die Bollwerk Apotheke führt. Sie erinnert sich an die Schweinegrippe oder den Vogelgrippevirus, aber es blieb damals bei einer Trockenübung. „Jetzt gilt es, sein Immunsystem auf Vordermann zu bringen“, so die Fachfrau, „der Einsatz von Phytomedizin, Vitalstoffen, Traditioneller Chinesischer Medizin, Homöopathie oder Anthroposophie ist mannigfaltig“. Laut Petra Gerdesmeyer geht man bei Corona von ähnlichen Formeln aus, wie bei einer Grippe. „Wir passen die Rezepturen an und händigen Kunden gleichzeitig ein Beratungsblatt zu Covid-19 aus“, lässt sie wissen und fährt fort, „es enthält Tipps zur Prophylaxe sowie ergänzende Therapievorschläge.“

Vitamin C, D und A

Die Versorgung des Organismus mit Vitamin C ist wichtig.

Die Versorgung des Organismus mit Vitamin C ist wichtig.

Zuerst werden Vitamine und Mineralstoffe gelistet. Für Petra Gerdesmeyer hat die Versorgung des Organismus mit Vitamin C hohe Priorität. Sie rät zu einer Tagesdosis von 1000 bis 2000 mg. „Es ist sinnvoll, die Substanz liposomal, also „verpackt“ einzunehmen. Hier sorgt eine Doppelmembran rund um den Wirkstoff dafür, dass wir das wasserlösliche Vitamin C besser aufnehmen.“ Danach empfiehlt die Apothekerin für eine bestimmte Zeit Vitamin D zu 4000 Einheiten einzunehmen, kombiniert mit Vitamin A zu 2000 bis 3000 Einheiten pro Tag. „Die Dauer der Dosierung sollte man im Auge behalten und wieder reduzieren“, so Gerdesmeyer, „beide Vitamine unterstützen die Abwehrfunktion unserer Schleimhäute von Nase, Mund und Augen, alles Eintrittsschleusen für Viren“.

Zink verhindert das Eindringen der Viren in die menschlichen Zellen und unterstützt die Wirkung von Vitamin A.

Das Halbmetall Selen kommt in der belebten, wie in der unbelebten Natur vor und ist somit in Fleisch, Fisch und Eiern, aber auch in landwirtschaftlichen Böden enthalten. Aktuell sollte man Selen in seiner anorganischen, unbelebten Form einnehmen, weil es nur so schnell genug wirkt. Selen ist eine wichtige Unterstützung für die körpereigene Abwehr. Das gilt auch für Zink. Der Mineralstoff ist in Austern, Lebern und Kernen vorhanden und stärkt die Abwehr.

Zink verhindert das Eindringen der Viren in die menschlichen Zellen und unterstützt die Wirkung von Vitamin A. Petra Gerdesmeyer empfiehlt 30mg Zink täglich, im Akutfall 60mg für 3 Tage: „Es gibt Zinkprodukte kombiniert mit Vitamin C.“ Magnesium unterstütze auch zentrale Lebensfunktionen und sei wichtig für die einwandfreie Wirkung des Vitamin D. Für Petra Gerdesmeyer macht hier in erster Linie das Magenesiumcitrat Sinn, ein Salz der Citronensäure: „200-400 mg sollten ausreichen pro Tag.“

Darm mit Charme

Ein wichtiger Faktor ist eine gesunde Darmflora. Einseitige Ernährung, Fastfood, Medikamente und Infektionen können das System in Schieflage bringen. Für den Aufbau empfiehlt das Bollwerk-Team Probiotika. Petra Gerdesmeyer: „Diese Mittel stärken die Darmflora mithilfe wichtiger Bakterien“. Gleichzeitig warnt sie: „Immunsupprimierte Patienten dürfen die Kur nicht machen. Dafür gibt es Flohsamen, die die Darmflora ebenso gut fördern. Sie sind für alle Menschen geeignet.“

Unterstützende Behandlung mit Homöopathie

Auch die Homöopathie hat ihren Platz im Kampf gegen Mikroorganismen. Im Bollwerk setzt man zur Vorbeugung auf eine Influenza Komposition in der Potenz D13 mit drei bis fünf Sprühstössen in die Armellenbeuge oder in Mund und Nase. Treten erste Grippe-Symptome auf, eignet sich im Segment der Globuli Bryonia C30 (weisse Zaunrübe), Arsenicum album C30 oder Gelsemium C30 (gelber Jasmin).

Wer anfällig ist für Erkältungen oder Grippe, muss auch äusserlich an seine Schleimhäute denken.

Fischöl-Kapseln mit den Omgea-3-Fettsäuren EPA und DHA sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung

Fischöl-Kapseln mit den Omgea-3-Fettsäuren EPA und DHA sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung.

Petra Gerdesmeyer erwähnt noch den Sonnenhut Echinacea, das Bienenharz Propolis, einen spagyrischen Honigkomplex oder das anthroposophische Ferrum phosphoricum in Globuli-Form, die man allesamt oral einnimmt. Wer anfällig ist für Erkältungen oder Grippe, muss auch äusserlich an seine Schleimhäute denken. Petra Gerdesmeyer verweist auf die Salbe Vaseline, die lokal in die Nase aufgetragen wird und somit die Nasenschleimhaut vor dem Andocken der Viren schützt. Zur Einnahme erweist sich Leinöl als probat, das es auch als Kapseln gibt. Fischöl-Kapseln mit den Omgea-3-Fettsäuren EPA und DHA sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung.

Fieber nicht unterdrücken

Zum Schluss rät Petra Gerdesmeyer bei einer Grippeerkrankung, besonders bei einer potenziellen Infektion mit COVID-19, das Fieber nach Absprache mit einer Fachperson nicht künstlich zu senken. „Das Fieber hat grosses antivirales Potential und sollte nicht künstlich gesenkt werden. Fieber bedeutet, dass unser Körper den Kampf gegen den Eindringling aufnimmt. Senkt man es, nimmt man ihm diese Kraft!“

Bollwerk Apotheke in Bern

Petra Gerdesmeyer

Petra Gerdesmeyer ist Apothekerin und Geschäftsführerin der Bollwerk Apotheke in Bern.

Fotos: Pixabay, zvg


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