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Tipps gegen Hitze

von Redaktion Millefolia
Umgang mit Hitze

Von Karin Meier

Bei hohen Temperaturen helfen schweisstreibende Tees, Petersilienwurzel-Wein sowie Lebensmittel wie Buchweizen, Gurke und Beeren, die erfrischend wirken. 

Einer der wichtigsten Tipps gegen Hitze: Bereits beim Aufstehen damit zu beginnen, viel zu trinken. Renato Kaiser, dipl. Apotheker ETH und Vorstandsmitglied bei der NVS Naturärzte Vereinigung Schweiz, rät zu Tees aus Pfefferminzblättern, Holunderblüten oder Lindenblüten.

Durchs Schwitzen wird Feuchtigkeit auf der Haut verdampft, was den Körper kühlt.

«Diese Tees sind schweisstreibend. Durchs Schwitzen wird Feuchtigkeit auf der Haut verdampft, was den Körper kühlt.»

Ungekühlte Getränke sind bekömmlicher

Auch wenn die Verlockung noch so gross sei, solle man Getränke nicht in den Kühlschrank stellen oder gar mit Eiswürfeln versetzen. «Die Differenz zwischen der Aussentemperatur und dem Tee ist in diesem Fall so gross, dass viele Menschen davon beispielweise Kopf- oder Bauchschmerzen kriegen», sagt die dipl. Naturheilpraktikerin TEN Sabrina Lange, die ebenfalls bei der NVS Naturärzte Vereinigung Schweiz im Vorstand sitzt. Als Alternative zu Kräutertees empfiehlt sie Wasser, das mit Zweigen von Pfefferminze, Salbei, Rosmarin oder Basilikum, Zitronenschnitzen oder Gurkenscheiben versetzt ist. «Erwachsene können zudem ein Schnapsglas Petersilienwurzel-Wein nach Hildegard von Bingen in einem Liter Wasser verdünnen und dies über den Tag verteilt trinken», so Sabrina Lange.

Frisch geschnittener Ingwer, auf der Innenfläche des Handgelenks aufgetragen, bringt den Kreislauf in Schwung.

Frisch geschnittener Ingwer, auf der Innenfläche des Handgelenks aufgetragen, bringt den Kreislauf in Schwung.

Sofortmassnahmen bei zu viel Sonne

  • Hat man zu viel Sonne abgekriegt, heisst es, einen schattigen Ort aufsuchen, Flüssigkeit zu sich zu nehmen und den Körper zu kühlen. Dazu eignen sich kühle Lappen auf Nacken, Händen und Füssen oder ein kaltes Wasserbad für die Arme.
  • Bei einem Sonnenstich helfen Bach-Notfalltropfen oder das homöopathische Mittel Belladonna D6.
  • Im Falle von Kreislaufschwierigkeiten rät Renato Kaiser zu 3-6 Mal täglich 5 Globuli des homöopathischen Mittels Veratrum album D6 (weisse Nieswurz bzw. weisse Germer) oder Gelsemium D6 (Carolina-Jasmin bzw. wilder Jasmin). Den Kreislauf in Schwung bringe auch Kampferspiritus. «Man gibt ein paar Tropfen direkt auf die Haut über der Brust und reibt sie leicht ein», sagt Renato Kaiser. Wegen seiner anregenden, blutdrucksteigernden Wirkung dürfe man es jedoch nicht Menschen verabreichen, die ohnehin an Herz-/Kreislaufproblemen litten.
  • Ein Pfefferminzblatt kauen oder geschnittenen frischen Ingwer auf die Innenseite des Handgelenks zu legen, ist gemäss Sabrina Lange gut gegen Übelkeit.
  • Auf keinen Fall sollte man zu Ibuprofen, Aspirin oder Paracetamol greifen – selbst bei Kopfschmerzen nicht.

Empfehlungen des BAG

Das Bundesamt für Gesundheit BAG und das Bundesamt für Umwelt BAFU haben «3 goldene Regeln für Hitzetage» aufgestellt. Sie können auf der Website des BAG heruntergeladen werden.

Den Körper erfrischen, nicht den Magen-Darm-Trakt kühlen  

Weil die Traditionelle Chinesische Medizin TCM zusätzlich zu den Jahreszeiten Zwischenphasen kennt, dauern die Jahreszeiten bei ihr weniger lange als im Westen. Der Sommer endet ihr gemäss denn auch bereits im Juli. Für alle Perioden gelten spezielle Ernährungsempfehlungen. «Im Sommer sollte man vor allem nährende und gleichzeitig erfrischende Speisen zu sich nehmen.

Wichtig ist, nicht mit Glacé oder Eiswürfeln den Magen-Darm-Trakt zu kühlen, sondern Lebensmittel mit kühlender Wirkung zu wählen.

Wichtig ist, nicht mit Glacé oder Eiswürfeln den Magen-Darm-Trakt zu kühlen, sondern Lebensmittel mit kühlender Wirkung zu wählen – und diese mit Genuss zu essen», sagt Marianne Rouge, dipl. energetische Ernährungsberaterin TCM. Folgende Nahrungsmittel glichen die Hitze aus und seien für alle Konstitutionstypen hilfreich:

  • Getreide: Gerste, Hirse, Buchweizen, Bulgur, Amaranth, Mais, Quinoa und Vollkornreis – am besten schon zum Frühstück, später in Salaten
  • Gemüse: Lauwarme Zucchini, Auberginen, Avocado, Bambussprossen, Broccoli, Gurken, Krautstiele, Lattich, Peperoni, Spinat, Stangensellerie, Kresse und Rucola
  • Früchte: Alle Beeren, Melonen, Kiwis, Rhabarber, Zitronen und Pfirsiche
  • Fleisch: Rindfleisch und Ente, Lammfleisch nur in Kombination mit kühlendem Salat, z.B. mit Gurke oder Tomaten
  • Kräuter: Kerbel, Kresse, Liebstöckl, Thymian, Rosmarin, Oregano und Koriander
  • Gewürze: Miso, Safran, frischer Ingwer und Kurkuma; Scharfes wie Chilli, Pfeffer und Curry meiden

Bilder: Pixabay, unsplash

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