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Apitherapie, eine alte und natürliche Heilmethode

von Redaktion Millefolia
Apitherapie

Von Katrin Brunner

Gesund bleiben oder werden durch Bienenprodukte: Die Apitherapie ist keine moderne Zeiterscheinung. Die Wirksamkeit von Honig, gesammelten Blütenpollen, Propolis oder Gelée Royal ist seit Tausenden von Jahren bekannt. Jonas Zenhäusern, Vorstandsmitglied des Apitherapievereins (SAV) und selbst Imker stellt die Heilmethode näher vor.

Er stelle oft fest, wie wenig Imker über die Heilkraft von Honig wissen. Darauf angesprochen hiesse es; «Honig ist für alles gut». Dieser Ansatz greift in den Augen von Apitherapeuten zu wenig weit. «Bienen sind kleine fliegende Chemiewerke, die den Nektar, den sie in den Stock bringen und der auch Krankheitserreger beinhaltet, mit eigenen Enzymen anreichern, die den darin enthaltenen Zucker spalten und einer Gärung des entstehenden Honigs entgegenwirkt», erklärt Jonas Zenhäusern. Dabei entstehen antibakterielle Wirkstoffe, die den Stock gesund erhalten.

Apitherapie ist kein aktueller Modetrend

Die Heilkraft aus Bienen-Produkten reicht über 5’000 Jahre zurück», sagt der 52-jährige Imker, der zuhause 100 Bienenstöcke sein Eigen nennt. Honig ist mit rund dreissig verschiedenen Zuckerarten ein Energiespender. Interessant ist sein Einsatz zur Wundbehandlung. Honig kann bei Resistenzproblemen gegenüber konventionellen Medikamenten mit seiner antibakteriellen Wirkung helfen. Jonas Zenhäusern rät aber, die Behandlung von grösseren Verletzungen nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen. Blütenpollen sind wahre Kraftpakete, die uns durch Vitamine wie B1 und B2, Aminosäuren und verschiedene Mineralstoffe leistungsfähig und gesund erhalten.

Gelée Royale gilt als Jungbrunnen oder Quelle des Lebens.

Blütenpollen gelten als gute Nahrungsergänzung. Sie beinhalten viel Vitamine wie B1, B2, C. Ausserdem wichtige Mineralstoffe und Aminosäuren.

Blütenpollen gelten als gute Nahrungsergänzung. Sie beinhalten viel Vitamine wie B1, B2, C. Ausserdem wichtige Mineralstoffe und Aminosäuren.

«Gelée Royale gilt als Jungbrunnen oder Quelle des Lebens.», so Jonas Zenhäusern. Es ist das «Kraftfutter» welches der Bienenkönigin vorbehalten ist. Das Sekret aus den Kopfdrüsen der Ammenbienen bestehend u.a. aus Eiweiss, Aminosäuren, Mineralstoffen und Kohlenhydraten hilft auch dem Menschen mit seiner entzündungshemmenden und regenerativen Wirkung.

«Propolis ist Harz, den Bienen von Blütenknospen und Bäumen sammeln. Antiviral, antibakteriell und das geschwächte Immunsystem unterstützend», so bringt es Jonas Zenhäusern auf den Punkt.

Bienenwachs kennen viele von uns als duftende Kerzen. Bienenwachscremen besitzen einen erhöhten Sonnenschutzfaktor und wirken Muskel- und Gelenkschmerzen entgegen.

Bienengift findet auch in der Schulmedizin grössere Beachtung. Dieses wird u.a. erfolgreich bei der Desensibilisierung von Heuschnupfen- und Pollenallergiker eingesetzt.

Bienengift findet auch in der Schulmedizin grössere Beachtung. Dieses wird u.a. erfolgreich bei der Desensibilisierung von Heuschnupfen- und Pollenallergiker eingesetzt. «Wichtig ist, dass es sich dabei um Gift von einheimischen Bienen handelt, da wir ja auch auf «unsere» Blüten allergisch sind», gibt Zenhäusern zu Bedenken. Erfolge wurden auch bei der Behandlung von Nervenkrankheiten, wie beispielsweise Multiple-Sklerose erzielt.

Zwei Tipps von Jonas Zenhäusern

  • Erkältungs- und Energiedrink: Die im Honig enthaltene Glucose beginnt sich in einer Flüssigkeit (Tee) nach rund zwei Stunden zu spalten. Das dabei entstehende Wasserstoffperoxid (H2O2) tötet Keime wirkungsvoll ab. Honig ist nichts für Kleinkinder und deren sensiblem Verdauungstrakt.
  • Kleopatra Bad: «Statt Eselsmilch kann man auch auf gewöhnliche Kuhmilch zurückgreifen. Einen Liter Vollmilch zusammen mit fünf Esslöffel Honig in die Badewanne geben und mit – Vorsicht nicht zu heissem – Wasser auffüllen. Hilft gegen trockene Haut und gegen Hautkrankheiten».
Jonas-Zenhäusern

Jonas Zenhäusern

Jonas Zenhäusern ist bereits in der 4. Generation Imker. Ausserdem ist er Fachmann für Apitherapie.

Bilder: Pixabay, Katrin Brunner

 

 

 

 


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