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Neurodermitis: Ursache und Behandlung

von Redaktion Millefolia
Neurodermitis: Ursache und Behandlung

20 Prozent der Kinder und vier bis fünf Prozent der Erwachsenen sind von Neurodermitis betroffen. Die Ursachen für diese Hautkrankheit sind vielfältig. Die Komplementärmedizin bietet zahlreiche Behandlungsmethoden bei Neurodermitis.

Es juckt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Die Haut ist bei Neurodermitis trocken, stark gerötet, schuppig und oft sogar entzündet. Je nach Alter der Betroffenen treten die Ekzeme der Neurodermitis an den typischen Hautstellen auf, wie das Allergiezentrum Schweiz informiert: Im Säuglingsalter sind hauptsächlich das Gesicht, der Oberkörper, die Hände und die Streckseiten der Arme und Beine betroffen. Bei Kleinkindern tritt Neurodermitis vorwiegend in den Kniekehlen, Ellenbeugen, im Gesicht, Nacken und am Hals auf. Bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen können zusätzlich Hand- und Fussekzeme beobachtet werden. Dr. Michael Lehner, Arzt FMH für Allgemeine Innere Medizin in Visp, hat sich auf diverse komplementärmedizinische Therapien wie Neuraltherapie, Manuelle Medizin, Bioresonanz, orthomolekulare Medizin und Vitalfeldtherapie spezialisiert. „Ich stelle häufig fest, dass Kinder mit Milchschorf besonders anfällig auf Neurodermitis sind. Zudem tritt Neurodermitis gemäss meiner Erfahrung oft auf, wenn die Kinder nicht mehr gestillt werden oder nachdem man sie geimpft hat.“

Neurodermitis hat weitreichende Folgen

Neurodermitis ist an sich nicht gefährlich, aber äusserst lästig. Und wenn die juckenden Hautstellen aufgekratzt werden, können sich unschöne Narben bilden. Wird die Neurodermitis bei Kindern nicht behandelt, besteht laut Dr. Michael Lehner die Gefahr von Heuschnupfen oder Asthma im Erwachsenenalter.

Wird die Neurodermitis bei Kindern nicht behandelt, besteht die Gefahr von Heuschnupfen oder Asthma im Erwachsenenalter.

Das dauernde Jucken birgt ferner eine psychische Komponente: Die Betroffenen leiden unter erhöhter Nervosität, zudem beeinträchtigen die Ausschläge und Narben auf der Haut nicht selten das Selbstwertgefühl.

Neurodermitis kurz erklärt

Neurodermitis kann unschöne Narben zur Folge haben.

Hautekzeme wie Neurodermitis bilden einen starken Juckreiz und hinterlassen nicht selten unschöne Narben.

Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben auftritt. Sie geht mit quälendem Juckreiz einher. Oftmals betrifft sie Kopfhaut, Gesicht und Hände. Das atopische Ekzem, Neurodermitis genannt, gehört allgemein zu den häufigsten Hautkrankheiten. Bei Kindern, die oft bereits als Baby davon betroffen sind, ist Neurodermitis sogar die am häufigsten auftretende Hautkrankheit. In der Schweiz sind laut dem Allergiezentrum Schweiz ca. 20 Prozent der Kinder von einem atopischen Ekzem betroffen. Bei Erwachsenen geht man von vier bis fünf Prozent aus. Bei 85 Prozent der Fälle treten die Symptome in den ersten fünf Lebensjahren auf. Bei Kindern, deren Eltern ebenfalls betroffen sind, besteht ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Neurodermitis zu erkranken. Denn Neurodermitis ist erblich bedingt.

Welche Ursache steckt hinter Neurodermitis?

Die Ursachen von Neurodermitis sind vielfältig. Genetische Veranlagung, Umweltfaktoren wie Klima oder kalte, trockene Luft, chemische Reize durch Dusch- und Waschmittel sowie die in der Haut ablaufende Entzündung spielen dabei laut dem Allergiezentrum Schweiz eine Rolle. Insbesondere könne ein Mangel, Ungleichgewicht oder eine Fehlfunktion von Stoffen wie Eiweisse oder Fette, die für den Aufbau der oberen Hautschicht verantwortlich sind, die Hautbarriere austrocknen und somit durchlässiger für Allergene und andere Umweltstoffe werden lassen. Diese wiederum können Entzündungsreaktionen auslösen.

Oftmals spielen auch Weizen- und Kuhmilchproteine bei Neurodermitis eine zentrale Rolle.

„Oftmals spielen auch Weizen- und Kuhmilchproteine bei Neurodermitis eine zentrale Rolle“, sagt Dr. Michael Lehner, der seine Patientinnen und Patienten mit Hilfe des Bioresonanzverfahrens testet. Psychische Faktoren wie Stress oder Ängste seien zwar meist keine direkten Ursachen, tragen aber – so Dr. Michael Lehner – als Trigger zur Verschlimmerung dieser Hautkrankheit bei.

Neurodermitis mit Bioresonanztherapie und TCM behandeln

Akupunktur bei Neurodermitis

Akupunktur kann bei Neurodermitis zur Linderung des Juckreizes führen.

Die Schulmedizin setzt bei Neurodermitis häufig auf Kortison. Dies sei zur kurzfristigen Begleitung eines starken Hautleidens durchaus sinnvoll, findet Dr. Micheal Lehner. „Eine längere Anwendung von Kortison hingegen schadet der Haut und unterdrückt lediglich die Symptome.“ Bei der komplementärmedizinischen Behandlung von Neurodermitis machte der Arzt und Komplementärmediziner gute Erfahrungen mit dem Verzicht auf Weizen und Kuhmilch während vier bis sechs Wochen – kombiniert mit einer Bioresonanzbehandlung einmal wöchentlich. Bei der Bioresonanztherapie werden die Krankheiten durch elektromagnetische Schwingungen behandelt.  „Wir reduzieren dadurch die allergische Reaktion, die oftmals für die Hautkrankheit verantwortlich ist“, erklärt Dr. Michael Lehner. Aus Sicht der Chinesischen Medizin ist die Neurodermitis eine Erkrankung, die im Inneren des Körpers, nicht in der Haut, entsteht und sich dann an der Körperoberfläche ausdrückt. Die Therapie mit den Methoden der chinesischen Medizin zielt auf die Behandlung der Ursachen im Inneren des Körpers. Zentral sind bei der Therapie der Neurodermitis die Behandlung mit chinesischen Heilpflanzen sowie Ernährungsempfehlungen. Die Akupunktur dient hier zur Linderung des Juckreizes.

Von Homöopathie bis Farblichttherapie: Was hilft gegen Neurodermitis?

Die homöopathische Behandlung ist, neben der Schulmedizin, eine der meistverwendeten Therapien bei Neurodermitis. Die Mittelwahl wird individuell auf die Patientin bzw. den Patienten abgestimmt. Als homöopathisch aufbereitete Mineralsalze werden auch Schüssler Salze bei Neurodermitis eingesetzt. Besonders bei trockener Haut mit Entzündungen wird das Schüssler Salz Nummer 6 (Kalium sulfur) empfohlen; Magnesium phosphoricum (Nr. 7) trägt man bei starkem Juckreiz als Salbe oder Umschlag auf die Haut auf.

Die homöopathische Behandlung ist, neben der Schulmedizin, eine der meistverwendeten Therapien bei Neurodermitis.

Im Rahmen eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes bietet sich ferner die Farblichttherapie an. Die verschiedenen Wellenlängen des Lichts und dessen Farbinformationen dringen unterschiedlich tief in die Haut ein und lösen dort sogenannte Resonanzeffekte aus. Die Therapie nimmt auch Einfluss auf das gesamte Energiesystem und die Psyche.

Tipps für strapazierte Haut

Kälte, trockene Luft und aktuell auch das häufige Desinfizieren der Hände sind eine Belastung für die Haut. Hier einige Tipps bei trockener Haut im Winter:

  • Basencremen mit geringem PH-Wert
  • Epogam-Kapseln mit Nachtkerzenöl lindern den Juckreiz und verhindern ein Austrocknen der Haut.
  • Aloe-Vera-Gel wirkt feuchtigkeitsspendend und beruhigend.
  • Die ätherischen Öle der Ringelblume haben eine antibakterielle Wirkung und helfen gereizter Haut, sich schnell wieder zu regenerieren.
  • Ein wirksames Hausmittel gegen trockene Hände stellt Honig dar, wenn man einen Teelöffel von diesem mit zwei Esslöffeln Olivenöl mischt und auf die trockene Haut aufträgt.
  • Die beruhigende und antibakterielle Wirkung der Kamille hilft bei trockener und rissiger Haut oder gar entzündeten Hautpartien.

Bilder: zvg, Pixabay


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2 Kommentare

Schmidt Peter 5. März 2021 - 17:10

Seit Jahrzehnten sammle ich Erfahrungen von tausenden von NeurodermitikerInnen und kann die beschriebenen Beobachtungen nur bestätigen. Für mich ist die Heilung ganz kurz zusammengefasst relativ einfach aber mit Arbeit verbunden. Entgiften, Darmflora in Ordnung bringen und Vitamine ergänzen.

Antworten
Katja Klieme 2. April 2021 - 10:41

Ich leide nun seit ein paar Monaten unter extremen Hautekzemen und kam erst neulich auf die Idee, dass es auch Neurodermitis sein könnte. Gut zu wissen, dass bei Neurodermitis oft auch Weizen- und Kuhmilchprodukte eine zentrale Rolle spielen. Auch Stress und Ängste wirken sich offenbar als Trigger der Krankheit aus. Am besten gehe ich mal zu einem Hautarzt, der mich in meiner Lage am besten beraten kann.

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