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Osteoporose natürlich vorbeugen und behandeln

von Redaktion Millefolia
Osteoporose vorbeugen und behandeln mit Komplementärmedizin

Von Katrin Brunner

An Osteoporose oder Knochenschwund leiden in der Schweiz rund 400’000 Menschen. Der Krankheitsverlauf hängt auch mit dem Alter zusammen. Die Behandlung selbst ist langwierig. Die Vorbeugung von Osteoporose ist deshalb besonders wichtig.

Die Autorin dieser Zeilen ist 59 Jahre alt und stets bemüht, sich gut und ausgewogen zu ernähren. Der Calcium-Bilanz-Rechner auf der Webseite von OsteoSwiss sollte ihr zeigen, ob sie genug Kalzium zu sich nimmt. Das Ergebnis fiel einigermassen ernüchternd aus. Mit ihren momentanen Essgewohnheiten kam sie nicht annähernd an die rund 1’200 mg der täglichen Kalziumempfehlung heran.

Menopause begünstigt Osteoporose

Gerade bei Frauen, die sich in den Wechseljahren oder bereits jenseits der Menopause befinden, steigt das Risiko für Knochenabbau und eine Verschlechterung der Knochenstruktur. Grund dafür ist der schwindende Östrogengehalt. Eine Vorbeugung von Osteoporose ist in diesen Jahren besonders wichtig, um eine langwierige Behandlung unter Umständen vermeiden zu können.

Die Naturheilkunde kennt zur Vorbeugung von Osteoporose zahlreiche vorbeugende Massnahmen. Pflanzliche Östrogene, wie sie beispielsweise in Rotklee oder in Soja enthalten sind, wirken der Verringerung des Östrogenspiegels entgegen. Eine entsprechende Studie in Dänemark teilte 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehrere Gruppen. Diese erhielten nach dem Zufallsprinzip zweimal täglich ein Rotkleeextrakt oder ein Placebo. Die auf zwölf Monate ausgelegte Studie zeigte nach Ablauf dieser Zeit eine deutliche Verbesserung der Knochendichte bei der Rotkleegruppe. Negativer Nebeneffekt jedoch war das erhöhte Tumorwachstum.

Pflanzliche Östrogene, wie sie beispielsweise in Rotklee oder in Soja enthalten sind, wirken der Verringerung des Östrogenspiegels entgegen.

Milchprodukte und Broccoli enthalten besonders viel Kalzium.

Dass Milchprodukte wie Milch und Käse viel Kalzium beinhalten, ist bekannt. Das scheint Veganer vor ein Problem zu stellen. Die gute Nachricht lautet jedoch: in zahlreichem Gemüse wie Broccoli, Fenchel oder Spinat ist Kalzium ebenfalls enthalten. Dazu kommen weitere pflanzliche Östrogene, die in Hasel- und Paranüssen oder Leinsamen enthalten sind.

Positive Eigenschaften von Gemüse und Milchprodukten können aber auch durch andere Lebensmittel beeinträchtigt werden – oder werden zumindest stark reduziert. Aufpassen sollte man bei Fertiggerichten, Kaffee (Der empfohlene Tageskonsum liegt bei drei bis vier Tassen), Limonadegetränken, Wurst u.ä. Fleischprodukten. Diese enthalten u.a. künstliches Phosphat. Natürliches Phosphat ist mit seinem Anteil an Eiweiss eigentlich nicht per se schlecht. Die Menge macht’s.

Mehr über Osteoporose

An Osteoporose oder Knochenschwund leiden, gemäss rheumaliga.ch rund 20 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer in der Schweiz, die älter als 50 Jahre alt sind. Ursache sind u.a. die abnehmende Knochendichte im Alter, falsche Ernährung, wenig Bewegung, wie aber auch Vererbung.

Wissen Sie, ob Sie genug Calcium zu sich nehmen?
Hier geht es zum Calcium-Bilanz-Rechner

Osteoporose mit Vitamin D vorbeugen?

Viele Menschen schwören auf Vitamin D zum Schutz vor Erkrankungen. Dieses wird durch die UV-Strahlen der Sonne von unserem Körper aufgenommen. Ebenfalls ist Vitamin D in Lebertran enthalten. Die im Handel angebotenen Kapseln ersetzen meist den etwas gewöhnungsbedürftigen Saft früherer Behandlungsmethoden.

Unser Körper braucht Vitamin D, um Kalzium aufzunehmen und unsere Knochen damit zu versorgen.

Unser Körper braucht Vitamin D, um Kalzium aufzunehmen und unsere Knochen damit zu versorgen. Ob die Zufuhr von Vitamin D zur Vorbeugung von Osteoporose hilft, zweifeln neuste Forschungen an. Eine gross angelegte Studie im November 2020 kam zum Ergebnis, dass präventiv eingenommenes Vitamin D kaum Wirkung zeige. Heike Bischoff-Ferrari, Altersmedizinerin am Universitätsspital Zürich, wiederholt jedoch im Interview in der Sendung Puls von SRF die Empfehlung zur präventiven Einnahme von Vitamin D, besonders bei älteren Menschen.

Osteoporose kann das soziale Leben einschränken

Raphael Sidler (46) aus Luzern berichtet über sein Leben mit Osteoporose. Zum einen sind es körperliche Einschränkungen, die im Mühe bereiten. Zum anderen leidet er unter der Angst, sich bei alltäglichen Dingen Knochen zu brechen. Auch im sozialen Leben ist er stark eingeschränkt. «Als mein Hund mir auf den Fuss stand, habe ich mir so bereits eine Zehe gebrochen. Ich musste das Fahrradfahren aufgeben. Ebenfalls hatte ich Schwierigkeiten beim langen Stehen im Jodlerclub».

Röntgen

Vorsorge ist besser als Behandlung. Knochenbrüche, verursacht durch Knochenschwund sind schwierig zu behandeln.

Osteoporose warf sein gesamtes Leben aus der Bahn. Nur langsam bekommt er den Alltag mit Kalzium Präparaten und Physiotherapie wieder in den Griff.

Osteoporose ist leider vererbbar.

Er war und ist nicht der Einzige in seiner Familie mit dieser Diagnose. Und dies trotz einer guten Ernährung als Kind. Osteoporose ist leider vererbbar.

Das Schicksal von Raphael Sidler, aber auch das Wissen rund um diese in alle Lebensbereiche hineinragende Krankheit bewegen die Autorin dazu, ihre momentan ca. 155 mg tägliche Kalziumzufuhr zwingend zu erhöhen. Sie vielleicht auch?


Bilder: Pixabay, Unsplash

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