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Sauerklee gegen Schockzustände

von Redaktion Millefolia
Waldsauerklee

Von Steven Wolf

Der Waldsauerklee mit seinem feinen Gespür erahnt weit im Voraus das kommende Donnerwetter. Und er fördert das Wiedererkennen und Erleben der Wichtigkeit eines jeden Einzelnen und zeigt auf, dass alles miteinander verwoben ist.

Die Tagundnachtgleiche ist vorüber; das Licht hat über das Dunkel gesiegt. Dies war repräsentativ für die zyklische Wiedergeburt der Welt. Und nun? Die weibliche Verkörperung der Natur (Freya) im April ist die freudige weisse Erscheinung Ostara. Sie ist die Morgenröte des stärker werdenden Lichts, die Fruchtbarkeit, die Liebe (Venus) und die Auferstehung. Eines ihrer Symbole ist das Ei (es steht für Unschuld), zwei ihrer Tiere sind der Hase (unerschöpfliche Fruchtbarkeit) und der Kuckuck (Glück und Unsterblichkeit). Im Allgemeinen ist der Frühling eine Zeit der Lust, die sich auf Ostern hin noch steigert. Ob man sich dieser Lebenslust hingeben mag, entscheidet jeder für sich selbst.

Besonders im Frühling erfreut der Waldsauerklee uns an schattigen Standorten mit einem sehr frischen intensiven leuchtenden Grün.

All jenen die sich dieser Lust hingeben, ihr einen Raum erschaffen und willkommen heissen, werden mit Gewissheit eine der Pflanzen der Ostara finden: den Waldsauerklee (Oxalis acetosella). Im Volksmund wird er auch Hasenbrot, -klee, -moos, Himmelbrot, Kuckuckssalat oder Wald- und Sauerklee genannt. Er ist reich an Kaliumoxalat («Kleesalz») und enthält geringe Mengen Oxalsäure, die in grösseren Mengen steinbildend wirken und Gicht und Rheuma verstärken kann. Der Waldklee bevorzugt sauren, feuchten Waldboden. Besonders im Frühling erfreut er uns an schattigen Standorten mit einem sehr frischen intensiven leuchtenden Grün.

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Kuckuckstee

Waldsauerklee verfügt aufgrund seiner Oxalsäure über eine starke Wirkung. Diese kann, wenn man Waldsauerklee (oder auch Sauerampfer) regelmässig und über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) einnimmt, zu Reizungen im Magen-Darm-Bereich oder zur Bildung von Nierensteinen führen. Bei einer Tendenz zu Nierensteinbildung, aber auch bei Gicht sollte deshalb kein Sauerklee konsumiert werden. Wer sensibel reagiert, ist mit einem Bachblütenauszug auf der sicheren Seite (Herstellung siehe «natürlich» 01|02-2021). Für alle anderen sind kleine Mengen frische oder getrocknete Blätter empfehlenswert, etwa als Beigabe in Salaten, Suppen (Neunkräutersuppe zu Ostara), Smoothies und Saucen.

Für einen Tee überbrüht man 1 EL Blätter mit einem halben Liter Wasser; 3–5 Minuten ziehen lassen. Über den Tag verteilt schluckweise trinken. Nach zwei Wochen eine Pause (mindestens eine Woche) einlegen und bei Bedarf so lange wiederholen, bis eine Besserung eintritt.

In der Volksmedizin wird der Tee als Fiebermittel gebraucht, aber auch bei ausbleibender Menstruation und als Schmerzmittel. Waldsauerklee eignet sich auch für reinigende Teemischungen, z.B. in Kombination mit Birkenblättern, Brennnessel oder Goldrute. Die Anthroposophische Medizin verwendet den Sauerklee zur Harmonisierung des Stoffwechsels, bei Gallenkoliken, Magen-Darm-Krämpfen, zur Anregung der Lebertätigkeit und bei Neigung zur Steinbildung sowie zur Schockbehandlung.

Äusserliche Anwendungen
Geeignet sind das frische zerquetschte Kraut, der Tee, eine verdünnte Tinktur sowie der Presssaft. Ein Tuch oder eine Kompresse darin tauchen und dieses auf die betroffenen Körperstellen auflegen und mit einem weiteren, trockenen Tuch bedecken. Auflagen mit Tinktur oder Presssaft fühlen sich zuerst kühl an; danach wird die Durchblutung angeregt und mündet nach einigen Minuten in einem angenehmen Wärmegefühl. Die Auflage kann man 15 bis 60 Minuten, je nach Befinden, einwirken lassen. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, täglich eine Kompresse aufzulegen. Bei schmerzendem Unterleib, Magen-Darmbeschwerden, Spasmen der Muskulatur, Nierenentzündungen und Hauterkrankungen.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt vom Schweizer Magazin “natürlich”: https://www.natuerlich-online.ch/home/

Bilder: pixabay, unsplash

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