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Schnittwunden natürlich behandeln

von Redaktion Millefolia

Von Katrin Brunner

Nebst Verbrennungen gehören Schnittwunden zu den häufigsten Verletzungen im Alltag. Wer hat sich in der Eile nicht schon am Rand eines Blatt Papiers geschnitten? Wer sich nicht schon beim Rüsten von Gemüse oder Obst? Kleinere Verletzungen lassen sich gut mit den Möglichkeiten der Komplementär- und der Naturheilmedizin behandeln.

«Sch…», entfährt es K.B., als sie sich mit dem scharfen japanischen Damastmesser sauber in den linken Zeigefinger schneidet. Eigentlich ist sie mit der Vorbereitung des Nachtessens schon viel zu spät dran. Die Wunde blutet stark und tropft auf die Schneidefläche. Überall wo gehetzt wird, lauert die Unaufmerksamkeit.

Kleinere Schnittwunden – kein Problem!

Der kleine Schnitt ist schmerzhaft, aber gut zu Hause zu verarzten.

Der Schnitt ist nicht so tief und kann problemlos zu Hause versorgt werden. Wichtig ist es, jetzt erst einmal das Tempo zu drosseln und die Wunde unter fliessendem kühlen Wasser zu säubern. Es scheint unglaublich, wie stark auch ein kleiner Schnitt bluten kann. Aber das austretende Blut reinigt die Wunde. Meist reichen Wasser und die Wunde etwas bluten lassen vollkommen. Methoden wie Mehl auf die Wunde streuen, um die Blutung zu stoppen, oder Zwiebelsaft darauf zu träufeln (obwohl Zwiebeln durchaus eine entzündungshemmende Wirkung haben), sind absolut am falschen Platz und gehören ins Reich der schlechten Märchen. Ebenso die Methode Schnittwunden mit Sekundenkleber zu behandeln.

Methoden wie Mehl auf die Wunde streuen, um die Blutung zu stoppen, oder Zwiebelsaft darauf zu träufeln, sind absolut am falschen Platz und gehören ins Reich der schlechten Märchen.

Ein Druckverband, ein Pflaster oder eine sterile Gaze, genügt normalerweise um die Blutung nach wenigen Minuten zu stoppen.

Komplementäre Wundbehandlung

Eltern kennen die Situation nur zu gut, wenn sich der aktive Nachwuchs verletzt. Dem Impuls aber mit einem «heile, heile Sääge…» sanft auf die Wunde zu pusten, sollten Erwachsene unbedingt widerstehen. Das gilt übrigens bei jeder offenen Wunde. Durch den Atem blasen wir unbewusst Bakterien in die Wunde.
Genauso vorsichtig sollten wir mit der Wahl der medizinischen Versorgung sein. Klassiker wie Kamille-, Arnika- oder Ringelblumenpräparate sind dank ihrer entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften ideal.
Vielleicht weniger bekannt sind Heilmittel wie Honig oder Zink. Inhaltsstoffe im Honig wie beispielsweise Eisen, Zink, Kalium und verschiedene Vitamine fördern die Wundheilung. Dabei spielt die Herkunft des Honigs gar nicht so eine grosse Rolle.

Die Heilung fördern heisst auch, vermehrt auf die Ernährung zu achten.

Die Heilung fördern heisst auch, vermehrt auf die Ernährung zu achten. So beinhalten Nüsse, Haferflocken oder Rindsleber den Mineralstoff Zink. Obst und Gemüse essen und darauf achten, dass der Eiweissbedarf gedeckt ist, gilt auch, wenn wir nicht verletzt sind. Ein Tipp für Vegetarier und Veganer: Eiweiss ist auch in pflanzlichen Lebensmittel wie Linsen, Bohnen oder Broccoli enthalten. Ebenfalls sind Champignons sehr eiweisshaltig. Die schmackhaften Pilze sind kein Gemüse, sondern gehören zur eigenen Familie der Fungi.

Schnittwunde verheilt nicht

Eine frische Wunde sollte immer aufmerksam beobachtet werden. Starke Schwellungen, Rötungen, Schmerzen sowie eitriger Ausfluss sind eindeutige Alarmzeichen: höchste Zeit nun doch den Arzt aufzusuchen.

Grössere Schnittverletzungen oder Wunden, die nicht heilen und sich entzünden, sollte sich sofort der Arzt anschauen.

Grössere Schnittverletzungen oder Wunden, die nicht heilen und sich entzünden, sollte sich sofort der Arzt anschauen.

Wie fast immer in Sachen Gesundheit haben Raucher, aber auch an Diabetes leidende Personen einen schwereren Stand. Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, wie sie beispielsweise nach einer Organtransplantation, bei einer Allergiebehandlung eingesetzt werden, oder wenn Cortison ins Spiel kommt, bremsen ebenfalls die Heilung.
Die allerbeste Methode um Schnittwunden, überhaupt allgemein Verletzungen, zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren, ist natürlich immer noch mit mehr Achtsamkeit und Geduld an die Arbeit zu gehen.

Bilder: Pixelio


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