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Tashi Delek*, Tibetische Medizin in der Schweiz

von Redaktion Millefolia

Von Manuela Fey

Vor rund 50 Jahren fand die Tibetische Medizin ihren Weg in die Schweiz. Seither produziert die Firma Padma im zürcherischen Wetzikon pflanzliche Rezepturen aus der Tibetischen Medizin in Schweizer Qualität. Padma ist damit Pionierin, Brückenbauerin und weltweit einmalig.

Herzstück der Tibetischen Medizin und Konstitutionslehre sind eine typgerechte Ernährungsweise, Verhaltensänderungen und der Einsatz von meist pflanzlichen Vielstoffgemischen. „Diese ganzheitlich ausgerichtete Lehre strebt das innere Gleichgewicht der Kräfte im Körper an“, fasst Kaspar Bürgi zusammen. Der Fachreferent Komplementärmedizin von Padma ergänzt: „Im Grunde genommen ist die Tibetische Medizin eine Gesundheitslehre.“ Auf einer Wanderung im Zürcher Oberland stellt Padma zum 50-Jahr-Jubiläum die Traditionelle Tibetische Medizin und die Tibetische Kultur vor.

Fünf Elemente als Grundkräfte

Gebetsmühlen im Tibet-Institut Rikon

In der Tibetischen Typenlehre spiegelt sich die enge Beziehung der Tibeter zur Natur. Die fünf Elemente Luft, Feuer, Wasser, Erde und Raum sowie die drei dynamischen Prinzipien Lung (Wind), Tripa (Galle) und Beken (Schleim) bilden die Basis der Tibetischen Medizin. Kaspar Bürgi erläutert: „Die gesamte Materie und alle Lebewesen bestehen aus den fünf Elementen.“ Diese manifestieren sich im Menschen in den drei Prinzipien, die Körper, Charakter und Geist formen. Anhand dieser drei Körperenergien beschreibt die Tibetische Medizin, mit welchem Grundmuster eine Person geboren wurde, welche Eigenschaften zum Typ gehören und welche Beschwerden oder Krankheiten typisch sind.

Gleichgewicht der Energien

Den fünf Elementen sind zudem Geschmacksrichtungen zugeordnet. Jeder Geschmack beeinflusst die Körperenergien und damit Körper, Körperfunktionen, mentale Ebene und Emotionen. „Ist der Körper aus der Balance geraten und zeigen sich energetische Störungen oder Krankheiten, wirken Ernährung, also Geschmack, und Verhalten korrigierend und unterstützen die Selbstheilungskräfte“, so der Experte. Als häufige Ursache von Krankheiten und psychosomatischen Störungen gelten in der Tibetischen Konstitutionslehre die Geistesgifte Hass, Gier und Ignoranz.

Ist der Körper aus der Balance geraten und zeigen sich energetische Störungen oder Krankheiten, wirken Ernährung, also Geschmack, und Verhalten korrigierend und unterstützen die Selbstheilungskräfte.

Ein tibetischer Arzt stellt zuerst Fragen nach Verhalten und Ernährung des Patienten. Danach stellt er an den ertasteten diversen Pulsarten fest, welche der drei Körperprinzipien im Ungleichgewicht und welche Organe betroffen sind. „Die Pulsdiagnose ist sehr detailliert und bildet den Zustand des ganzen Körpers genau ab“, erklärt Kaspar Bürgi. Urinanalyse, Zungendiagnose wie auch die Untersuchung der Augen runden das Bild des tibetischen Arztes ab.

Rezepturen aus 3 bis 50 Bestandteilen

Zusätzlich zu Anpassungen bei Ernährung und Verhalten verschreibt der tibetische Arzt oft äussere und innere Therapieformen. Wichtig sind dabei die vielstofflichen Kräuterrezepturen.

Die vielstofflichen Kräuterrezepturen bestehen aus einer Vielzahl pflanzlicher und mineralischer Naturstoffe, die gering dosiert sind und sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen.

„Sie bestehen aus einer Vielzahl pflanzlicher und mineralischer Naturstoffe, die gering dosiert sind und sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen“, so der Fachreferent. „Dadurch sind diese Netzwerkarzneien nebenwirkungsarm und lösen auf mehreren Ebenen sanfte Impulse in Körper und Geist aus.“ Sie kommen vor allem bei chronischen als auch komplexen Problemen zum Einsatz wie zum Beispiel Arteriosklerose, Burn-out oder Sodbrennen. Klinische Studien der westlichen Wissenschaft wiesen Wirkung und Verträglichkeit der tibetischen Rezepturen nach.

Tibetischer Tanz der Lehrerinnen der Tibet-Schule Rikon

Tibetischer Tanz der Lehrerinnen der Tibet-Schule Rikon

Erfolgreiche Synthese

„Der Firma Padma gelang die Vereinigung Jahrhunderte alter Tradition mit moderner Forschung“, betont der Fachmann. Als Pionierin schlägt sie Brücken zwischen Medizinsystemen und Kulturen. Seit 1969 ist Padma die weltweit einzige Herstellerin pflanzlicher Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel aus der Tibetischen Medizin in pharmazeutischer Qualität nach Schweizer Standard.

Der Firma Padma gelang die Vereinigung Jahrhunderte alter Tradition mit moderner Forschung.

In der vorbuddhistischen Ära der Bön-Religion mit ihren schamanistischen Praktiken und ihrer Naturheilkunde liegen die Anfänge der Tibetischen Medizin. Später, im 8. Jahrhundert nach Christus, entstand mit „Gyüshi“ das schriftliche Standardwerk des „Sowa rigpa“ (das Wissen vom Heilen). Es beschreibt 84‘000 Krankheiten und stellt 2‘293 Heilmittelzutaten dar. „1960 gelangte eine Rezepturen-Sammlung aus der Tibetischen Medizin über St. Petersburg und Polen in die Schweiz“, erzählt Kaspar Bürgi die Vorgeschichte von Padma.

Tibet-Institut Rikon

1961 nahm die Schweiz als erstes europäisches Land 1’000 Flüchtlinge aus Tibet auf. 1968 entstanden das Klösterliche Tibet-Institut in Rikon (ZH) – das erste ausserhalb Asiens – und die Tibet-Schule Rikon, um die tibetische Kultur und Religion der Tibeterinnen und Tibeter in der Schweiz zu pflegen.
Tashi Delek.

*Tashi Delek ist laut Padma der gebräuchliche Gruss der Tibeter und bedeutet „Möge es dir wohl ergehen“. Tashi Delek wird aber auch für Gratulationen zu Geburtstagen verwendet, wie hier im Titel „Tashi Delek, Tibetische Medizin in der Schweiz“.

Fotos: Manuela Fey

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