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Tennisellbogen und Tennisarm: Wie Komplementär- und Alternativmedizin helfen

von Redaktion Millefolia

Von Manuela Fey

Die besten Chancen auf Genesung hat gemeinhin, wer den Tennisellbogen und Tennisarm in einem Frühstadium behandeln lässt und manuelle Therapien mit weiteren komplementär- und alternativmedizinischen Therapieformen kombiniert.

„Wesentlich ist, die Ursachen des Tennisellbogens und Tennisarms nach ihrer Priorität geordnet möglichst früh und individuell mit verschiedenen Therapieformen zu behandeln“, erklärt Rosmarie Fehr. Die Naturheilpraktikerin wendet dazu vorrangig manuelle Methoden an. Diese kombiniert sie mit naturheilkundlichen Diagnose- und Therapieverfahren aus der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde, um neben der strukturellen auch die energetische Ebene des Körpers anzusprechen.

Woran man einen Tennisellbogen und Tennisarm erkennt

Die Schmerzen des Tennisellbogens entstehen am Übergang von Sehnen im
äusseren Knochenvorsprung des Oberarmknochens. Beim Tennisarm strahlen
die Schmerzen in den Ober- und Unterarm aus.

Ein Tennisellbogen ist eine Veränderung am Übergang von Sehnen im äusseren Knochenvorsprung des Oberarmknochens. Dabei können Sehnenfasern aufsplittern und entzündliche Zustände entstehen. Meist treten sowohl in Ruhehaltung als auch in Bewegung stechende Schmerzen auf. Diese strahlen beim Tennisarm in den Ober- und Unterarm aus. Zudem ist in vielen Fällen das Handgelenk geschwächt, die Kraft der Hand- sowie Fingermuskulatur gemindert.

Narbengewebe schränkt die Beweglichkeit noch stärker ein.

Später kann die Gelenkstruktur des äusseren Knochenvorsprungs verkalken, wodurch die Kollagenstruktur (Struktureiweisse des Bindegewebes) leidet. Setzt die chronische Degeneration (Abbau) ein, können sich durch Mikrotraumen (geringfügige Verletzungen) Narben in der Sehne bilden. „Diese schränken die Beweglichkeit noch stärker ein“, so Rosmarie Fehr. Sie rät, bei wiederholt akuten Beschwerden eine Therapeutin, einen Therapeuten aufzusuchen.

Übung zur Prävention von Tennisellbogen

Um den Ellbogen und Arm zu entlasten, empfiehlt Rosmarie Fehr diese einfache Dehnübung:

  1. Den betroffenen Arm ausstrecken, so dass der Handrücken zur Decke zeigt.
  2. Das Handgelenk locker lassen, so dass die Hand nach unten fällt.
  3. Mit der anderen Hand die Hand des betroffenen Arms zum Körper ziehen.
  4. Die Dehnung wenn möglich zwei Minuten halten.
  5. Die Übung einmal täglich wiederholen.

Lindernd wirken Schüssler Cremen zum Einreiben. Basenbäder bauen den Säurestau ab.

Die Ursachen sind vielfältig

„Die Erkrankung entsteht meist durch überdurchschnittlich hohe Belastungen des Ellbogens“, weiss die Fachfrau. Dazu zählen alle Tätigkeiten mit Bewegungsabläufen, bei denen die Hand bei gebeugtem Ellbogen kräftig zugreifen muss wie etwa Hantieren mit einem Hammer, regelmässiges Tennisspielen oder ganztägige Computerarbeit.

Die Erkrankung entsteht meist durch überdurchschnittlich hohe Belastungen des Ellbogens.

Weitere Ursachen sind: bereits bestehende muskuläre Verspannungen, Halswirbelsäulen-Syndrom (zum Beispiel Schleudertrauma), Wirbelsäulenblockade (vor allem Brustwirbel), Schulterfehlstellung, Zahnherde (wurzelbehandelte Zähne), Nähr- und Vitalstoffmangel, Gewebeübersäuerung, Darmbeschwerden (Allergien und Dysbiose, Ungleichgewicht der Darmflora) und Stress. Die Krankheit tritt vor allem zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf, bei Frauen ebenso wie bei Männern.

Ursachen für Tennisellbogen und -arm eingehend abklären

In der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde führt Rosmarie Fehr zuerst eine humoralmedizinische Diagnostik mit der Irisdiagnose durch: „Sie zeigt mir den therapeutischen Weg, um die vier Säfte Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle in das individuelle, gesunde Gleichgewicht zu bringen.“ Auf dieser Basis erstellt die Naturheilpraktikerin ein umfassendes wie persönliches Therapiekonzept und betreut die Fallführung. Bei längerer Leidensdauer rät sie, das Ausmass zuvor schulmedizinisch abzuklären.

Erste Selbstmassnahmen bei Tennisellbogen

  • Bei akuten Beschwerden: Die Naturheilpraktikerin rät, den Ellbogen zu schonen, regelmässig die oben erwähnte Übung durchzuführen sowie die hand- und armbeugende Muskulatur zusätzlich zu dehnen. Entstehen danach länger anhaltende Schmerzen, sollte die Übung das nächste Mal weniger intensiv durchgeführt werden. Kühlende Massnahmen wie Quarkwickel, Beinwell- oder Aloe-Gel helfen ebenfalls. Umschläge mit Heilerde wirken lindernd.
  • Bei chronischen Beschwerden: Wärmende Massnahmen wie Heublumenwickel, Arnica-Gel oder Johanniskrautöl bringen Besserung. In schwerwiegenden Fällen kann der betroffene Arm mit einer Unterarmschiene ruhig gestellt werden.

Rosmarie Fehr empfiehlt, bei wiederholt akuten Beschwerden eine Therapeutin, einen Therapeuten aufzusuchen.

Manuelle Therapien mit naturheilkundlichen Verfahren kombinieren

Primär arbeitet das Praxisteam um Rosmarie Fehr bei einem Tennisellbogen und -arm mit unterschiedlichen manuellen Techniken.

  • Massage und Faszientherapie: Mit den Händen werden Reize auf Gewebe, Muskeln und Faszien (feine Bindegewebsmembranen) ausgeübt. Der Druck auf das Gelenk und die Sehnenansätze reduziert sich. Bei chronischen Beschwerden versorgen die aufgebaute Feuchtigkeit und Wärme die trockenen, kalten Strukturen.
  • Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht: Bei der Osteopressur werden Alarmschmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut manuell gedrückt. Hirnprogramme können zurückgesetzt, akute Schmerzen auf natürliche Weise gestoppt werden. Spezielle Dehnübungen und Faszien-Rollmassagen gehören ebenso dazu.
  • Wirbelsäulen-Basisausgleich: Durch Akupunkt-Massage werden Fehlhaltungen des Skeletts, vor allem Beckenschiefstand, und energetische Blockaden behoben.
  • Schröpfkopfmassage: Auf der Haut aufgelegte Schröpfgläser erzeugen einen Unterdruck. Werden die Schröpfköpfe verschoben, regt es das Gewebe zu verstärkter Durchblutung und zur Säureausscheidung an.
  • Trockenes Schröpfen von Schulter und Nacken: Der Unterdruck der aufgelegten Schröpfgläser baut Wärme und Feuchtigkeit auf.
  • Ohr- und Fussreflexzonenmassage: Durch spezielles Massieren des Ohrs bzw. des Fusses werden auch das damit verbundene Organ und Organsystem stärker durchblutet. Das wirkt auf den Energiekreislauf harmonisierend.
  • Baunscheidtieren über Gelenk und anschliessende Muskulatur: Mit dem Baunscheidtiergerät oder „Lebenswecker“ werden der Haut oberflächlich kleinste Stiche zugefügt. Danach wird ein histaminhaltiges Öl aufgetragen, um einen künstlichen Hautausschlag zu erzeugen. Beim Tennisellbogen und –arm können so die Hitze und der Entzündungsprozess reguliert werden. Baunscheidtieren gehört zu den ausleitenden Verfahren. Die dafür verwendeten Öle wie etwa Nelkenöl, Wacholderöl und Rainfarnöl enthalten Histamin. Dieser Naturstoff ist einer der Botenstoffe in der Entzündungsreaktion, um eine Anschwellung des Gewebes zu bewirken.
  • Ultraschalltherapie: Das Gelenk und die umliegenden Strukturen können regenerieren, indem Schallwellen tief in das Gewebe eindringen.

Arm nach dem Baunscheidtieren: Mit dem Baunscheidtiergerät oder
„Lebenswecker“ (vorne) wird die Haut oberflächlich gestichelt und mit einem
histaminhaltigen Öl ein künstlicher Hautausschlag erzeugt, um die Hitze und
den Entzündungsprozess zu regulieren.

Tennisellbogen und –arm sind mit dem Darm gekoppelt. „Durch eine Darmsanierung verstoffwechseln die Verdauungsorgane die Nahrung optimal“, so die Fachfrau. Dazu arbeitet sie mit Komplexhomöopathie, Orthomolekularmedizin und Heilpflanzen, Ernährung und Bioresonanztherapie.

Geduldig zu sein und dranzubleiben ist für eine dauerhafte Genesung besonders wichtig.

Für eine dauerhafte Genesung rät Rosmarie Fehr, die in der Therapie erlernten Übungen und empfohlene Ernährung zuhause beizubehalten. Besonders wichtig sei: „Geduldig sein und dranbleiben.“


Rosmarie Fehr

Rosmarie Fehr-Streule ist Naturheilpraktikerin mit eidgenössischem Diplom in Traditioneller Europäischer Naturheilkunde TEN, Vorstandsmitglied des Schweizer Verbands der anerkannten NaturheilpraktikerInnen Svanah, Mitglied des Organisationskomitees TEN Kongress, der Plattform für Traditionelle Europäische Naturheilkunde, und Co-Autorin des Fachbuchs „Grundlagen der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde“. Sie arbeitet mit zwei Naturheilpraktikern und zwei Komplementär-Therapeutinnen in eigener Praxis in Arbon TG.


Fachliteratur
Theis, C., Lehr, H.-A., Rompe, J.-D., Evidenz-basierte Überprüfung der Therapieempfehlung bei Epicondylopathia humeri lateralis (Tennisellenbogen) – eine Übersicht. In: Zentralblatt für Chirurgie; 2004


Fotos, Illustrationen: zVg Rosmarie Fehr und Larissa Streule, Manuela Fey, pixabay.com

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