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Wespenstiche natürlich behandeln

von Redaktion Millefolia

Von Peter Wäch

Essen im Freien kann zur Qual werden, wenn Wespen im Anflug sind. Sie sind blitzschnell und weichen Verscheuchungsversuchen gekonnt aus. Je hastiger die Bewegungen, umso aggressiver werden die Tiere. Was muss man tun bei Wespenstichen und wann muss man zum Arzt? Marlen Aeschlimann von der Naturdrogerie Bern kennt sich mit komplementären Ansätzen aus und weiss Rat.

Drogistin Marlen Aeschlimann gibt Tipps im Falle eines Wespenstichs.

Wespen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Manche mögen sich fragen, inwiefern es nützliche Tiere sind. Marlen Aeschlimann sagt klar Ja: „Wespen bestäuben wie die Bienen die Blüten und halten uns lästige Insekten und Gartenschädlinge vom Hals.“ Die Drogistin HF und Inhaberin der Naturdrogerie ist sich im Klaren darüber, dass wildes Herumfuchteln oder heftiges Pusten kontraproduktiv ist, weil sich die Tiere bedroht fühlen und wild werden.

Unterschiedlicher Speiseplan

Der Sommer ist die Jahreszeit der Wespen und artverwandten Insekten. Merkt man das auch in der Drogerie, weil mehr Mensch nach einem Stich Hilfe brauchen? Dazu Marlen Aeschlimann: „Absolut, im Frühsommer suchen die Wespen Eiweiss für Ihre Jungen und mögen Fleisch und Wurst. Im Spätsommer ist der Zucker gefragt, das gibt sogar auffallend mehr Stiche. Die klassischen Symptome eines Wespenstichs sind Rötungen, Schwellungen und schmerzhafter Juckreiz, selten auch Fieber“.

Im Frühsommer suchen die Wespen Eiweiss für Ihre Jungen und mögen Fleisch und Wurst. Im Spätsommer ist der Zucker gefragt, das gibt sogar auffallend mehr Stiche.

Der Saft eines Spitzwegerichblatts kann bei einem Wespenstich helfen.

Die Oma sagte, Spucke oder der Saft einer Zwiebel helfen bei Einstichwunden. Was sind die Erste-Hilfe-Massnahmen in der Naturdrogerie? Marlen Aeschlimann wird konkret: „Mit dem Mund das Gift aus der Hautstelle saugen, damit ein Vakuum entsteht, das Gift ausspucken und den Mund mit Wasser spülen. Danach die Stelle mit lindernden Roll-on’s oder Cremes behandeln.“ Es funktioniere auch ein Spitzwegerichblatt, das zerdrückt wird. Den Saft presst man dann mit dem Blattrest auf die Wunde. Man kann die Einstichstelle auch für 10 Sekunden nahe an eine heisse Quelle bringen wie ein Feuerzeug oder heisses Wasser. Die Idealtemperatur um die 51 Grad Celsius sei gerade noch zum Aushalten und denaturiert das Einstichgift.“ Aeschlimann warnt: „Bitte keine Verbrennung riskieren!“

Natur pur oder Kombi-Arzneien

Oftmals entstehen nach einer Wespenattacke Entzündungen. Hier rät die Drogistin zu kühlen und die entsprechende Stelle anschliessend zu verbinden. Das homöopathische Mittel Apis (Bienengift) sei verlässlich bei einer heissen, weichen Schwellung. Ledum (Sumpfporst) bewähre sich bei Stichwunden allgemein und ist bei Mücken, Zecken und anderen Tierbissen geeignet. Der Stich schmerzt im Normalfall 3 Tage.

Solange keine Symptome wie Fieber, Kreislaufbeschwerden oder Atembeschwerden auftreten, gibt es gute Mittel aus der Hausdrogerie.

Solange keine Symptome wie Fieber, Kreislaufbeschwerden oder Atembeschwerden auftreten, gibt es gute Mittel aus der Hausdrogerie. Marlen Aeschlimann präzisiert: „Wir produzieren in unserer Naturapotheke einen Roll-on, welcher Schmerzen lindert, desinfiziert und kühlt. Auch ein innovativer Heizstab, mit welchem der Stich wenige Sekunden behandelt wird, ist begehrt. Da er Batterie betrieben ist, kann er jede Saison erneut eingesetzt werden.“

Die klassischen Symptome eines Wespenstichs sind Rötungen, Schwellungen und schmerzhafter Juckreiz, selten auch Fieber.

Die klassischen Symptome eines Wespenstichs sind Rötungen, Schwellungen und schmerzhafter Juckreiz, selten auch Fieber.

Akutfälle und Allergiker

Wenn nach einem Wespen- oder Hornissenstich klassische Symptome wie Herzrasen, Atemnot oder Kreislaufbeschwerden auftauchen, bedeutet dies, dass ein Akutfall vorliegt, der einen sofortigen Arztbesuch erfordert. Marlen Aeschlimann mahnt zur Vorsorge: „Wer das so intensiv erlebt oder wer ohnehin Allergiker ist, sollte immer ein entsprechendes Notfallset bei sich tragen.“

Wer Allergiker ist, sollte immer ein entsprechendes Notfallset bei sich tragen.

Damit es erst gar nicht zu Stichen kommt, hält die Naturdrogerie Produkte bereit, welche die Wespen natürlich abhalten, ohne sie zu töten. Marlen Aeschlimann greift gerne auf die Mückenspirale zurück und sagt: „Sie hilft garantiert auch bei Wespen. Die Griechen geben eine Hand voll gemahlenen Kaffee in eine Chromstahlschüssel und zünden diese an.“ Wer in Bewegung sein will, füllt einen Zerstäuber mit Wasser und sprüht gegen die Wespe. Das Tier denkt es regne und kommt für eine Weile nicht zurück. Für alle anderen rät die Drogistin: „Hände auf die Oberschenkel, Mund zu, drei Mal tief durch die Nasenlöcher ausatmen und Schwups düsen die Plagegeister davon.“

Tipps gegen Wespen:

  • Keine schnellen und hektischen Bewegungen
  • Körperschweiss lockt Wespen an, darum duschen
  • Gläser abdecken, damit kein Insekt ins Getränk fällt
  • In der Natur Schuhe tragen, weil Wespen bspw. auf Blumen sitzen
  • Anpusten unterlassen, die Tiere werden aggressiv
  • Keine enganliegenden Kleider, weil sich die Insekten darunter verheddern
  • Mülltonnen meiden, Essensreste locken Wespen an

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Fotos: zvg, pixabay


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2 Kommentare

Nicolas 18. August 2020 - 13:47

Ja, am besten man vermeidet einen Wespenstich. Vertreiben lassen sie sich übrigens sehr gut mit Wasser aus einer Sprühflasche.

Antworten
Bisaz Frances 20. August 2020 - 22:14

Das alle besten Mittel beim Wespenstich ist sofort Essig (Apfelessig) unverdünnt darauf tüpfen – wirkt innert Sekunden! Nimmt Schmerz und Schwellung. Ich habe immer eine kleine Dosen dabei.

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